NBA10: Ein allzu oft vernachlässigtes Instrument in der Führung
Shownotes
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Zusammenfassung
In Folge 10 von No Bullshit Agile widmet sich Thomas einem oft vernachlässigten, aber wesentlichen Führungstool: dem aktiven Zuhören. Er reflektiert seine eigene Schwierigkeit, wirklich zuzuhören, und teilt eine prägende Erfahrung aus einem Kommunikationsseminar, die ihm die Bedeutung des Zuhörens verdeutlichte.
Thomas hebt hervor, dass es zwei Hauptarten von Meetings gibt: Informationsveranstaltungen und Workshops, bei denen gemeinsam Wissen erarbeitet wird. Besonders bei Workshops und One-on-Ones ist aktives Zuhören entscheidend, um relevantes Feedback und Ideen zu erfassen.
Er empfiehlt, in One-on-Ones möglichst wenig zu kommentieren und stattdessen durch Fragen wie „Was noch?“ den Gesprächspartner zum weiteren Reden zu ermutigen. Diese Technik hilft, verborgene Informationen und Potenziale zu entdecken und verbessert die Qualität der Kommunikation.
Zusammengefasst ist aktives Zuhören ein unverzichtbares Instrument, um wertvolle Informationen zu erhalten und die Kommunikation im Team zu stärken.
Links
Letzte Folge „NBA09: Agilität von SpaceX“
Spielkarten
- Hier bestellen: https://www.meinspiel.de/kartenspiel-das-agile-manifest/
- Hintergrund: https://no-bullshit-agile.de/spielkarten-das-agile-manifest.html
NBA06: Die 12 Agilen Prinzipien
Transkript anzeigen
Hallo und herzlich willkommen bei NoBullshit Agile. Mein Name ist Thomas. Ich bin Teil eines agilen Teams und bespreche hier jede Woche Themen aus der agilen Projektwelt. Dabei orientiere ich mich an den großen Kategorien Menschen, Teams, Kunden, Projekte und Agilität. Mein Fokus liegt auf der Praxis daher eben auch der Name NoBullshit Agile. In der letzten Folge habe ich über das Thema Agilität bei SpaceX gesprochen. Dies hier ist die Folge 10 und heute geht es um ein Instrument, nicht nur in der Führung, das auch ich viel zu wenig benutze. Bevor wir in das Thema einsteigen, erst einmal ein bisschen Housekeeping. Die Spielkarten zum agilen Manifest und den 12 agilen Prinzipien sind jetzt da. Sprich ihr könnt die bestellen. Wahrscheinlich fragst du dich jetzt, was soll das sein? Ich habe in der Folge 6, link dazu in den Shownutz, mal über das agilität agile Manifest und vor allen Dingen die 12 agilen Prinzipien gesprochen. Ich hatte so ein bisschen die Idee, die kann man eigentlich ganz gut benutzen in täglichen Situationen. Also die 12 agilen Prinzipien, natürlich das agile Manifest, sind ja die Basis unserer Tätigkeit, wenn wir dann agil sein wollen. Ich hatte so das Gefühl, ich kenne die zwar, aber ich habe sie eigentlich nicht so präsent und da ich eher so ein haptisches Tierchen bin, habe ich mir ein kleines Design überlegt und habe nach einer Firma gesucht, wo ich so Spielkarten drucken lassen kann und habe auch eine gefunden. Und genau das ist jetzt passiert. Man kann in dem Shop diese Karten jetzt bestellen. Das sind Karten, auf denen steht halt je Karte, jeweils dann alle vier Punkte einzeln pro Karte, das agil Manifest auf einer Karte und jeweils pro Karte auch noch mal jedes Prinzip dieser 12 agilen Prinzipien. Meine Idee ist, dass ich das sicherlich für mich nutzen kann. Ich habe dann eben wie gesagt echte Karten in der Hand, aber das kann man auch zum Beispiel in oder nach nach retro nutzen oder wenn man im Team mal eine Entscheidung treffen muss oder oder oder. Ich link auch noch mal ein Artikel, den ich grundsätzlich darüber geschrieben habe in den Schonurts. Falls du da also Interesse hast und dir vorstellen kannst, solche Karten könnten ganz praktisch sein, dann kannst du die jetzt bestellen. Vielleicht noch ein Hinweis. Ich will damit überhaupt kein Geld verdienen. Darum geht es mir überhaupt nicht, sondern ich fand eigentlich, dass es ein total praktisches Tool und wollte das einfach möglichst viele Leuten zur Verfügung stellen. Gut, Housekeeping erledigt, kommen wir zum Inhalt der Folge. Was für ein Instrument sollen das sein? Also es geht vor allen Dingen oder ganz einfach ehrlich gesagt ums zuhören. Und ich ertappe mich selber halt dabei, dass ich auch nicht gut da drin bin und ich auch wirklich immer und immer wieder damit kämpfen muss, wirklich zuzuhören. Ich will mal zum einstieg ein Beispiel geben außer Praxis. Ich habe meinen Kommunikationsseminar gehabt. Da ging es wie gesagt erstmal ganz grundsätzlich um Kommunikation und innerhalb dieses Seminars haben wir ein Rollenspiel gemacht, die die Referentinfrakt halt okay, wer hat Lust auf ein Rollenspiel. Ich habe mich gemeldet und dann hat sie mir die Situation erklärt alleine. So, wir waren dann im anderen Raum und zwar war die Situation wie folgt. Ich bin angestellter in einem Reisebüro und sie ist eine Kundin oder sie spielt dann eine Kundin und ich soll ihr eine Reise verkaufen. Sie hat gesagt, sie kauft im Prinzip jede Reise oder sie wucht bei mir jede Reise. Ich muss jetzt nicht darauf achten, dass ich genau ihren Wunschort, ihre persönlichen Wunschort finde oder so. Und das war eigentlich so das Setting. Dann sind wir wieder zurück in dem Raum, wo die anderen waren und dann fing das Rollenspiel an. Ja und dann habe ich halt angefangen. Hier gibt es Algarve, Portugal, ganz toll, vier Sternehotel. Ne, wollte nicht. Dann habe ich in der USA Reise angeboten, auch ganz toll erklärt. Meiner Meinung nach, ne, wollte auch nicht. Und so ging das so fünf Minuten. Ich habe alles versucht, ihr jetzt wirklich eine Reiseschmackhaft zu machen und in meinen Augen auch wirklich gute Argumente gebracht und sie hatte ja auch gesagt, also grundsätzlich würde sie auch eine Reise kaufen, deswegen war ich total verwirrt und von der Rolle. Und dann hat sie nach so fünf Minuten abgebrochen. Und sie meinte dann, also das wäre ganz normal, das wäre auch Teil dieses Rollenspiels und mein Fehler war, ich habe sie einfach nicht reden lassen. Denn wenn ich sie hätte reden lassen, hätte sie mir erzählt, dass sie mit einem behinderten Kind reist und deswegen natürlich ganz spezielle Anforderungen an die Anreise, an das Hotel, an weitere Einrichtungen oder so hat. Und das hat sich super toll bei mir eingebrannt. Es geht halt eben darum, wenn ich zuhöre und ich komme auch gleich nochmal auf Aktives zuhören, habe ich einfach viel mehr Möglichkeiten, Informationen auch wirklich zu bekommen, die vielleicht relevant und wichtig sind. Für mich gibt es zwei Arten von Meetings in der Kommunikation oder die dann in der Kommunikation relevant sind. Es gibt, sage ich mal, eine Informations Veranstaltung, wo ich eine bestimmte Information transportieren will und dann gibt es, sage ich mal, Workshops oder Diskussionen, wo es darum geht, wirklich gemeinsam Wissen zu erarbeiten. Und mir geht es nicht um den ersten oder die erste Art eines Meetings, sondern vor allen Dingen um die zweite. Wir wollen auf irgendeiner Art und Weise ein Problem lösen, zum Beispiel. Und ja, klar, dann sitzt man mit dem Team zusammen und dann merke ich halt bei mir selber, dass ich immer wieder in die Situation komme, wo ich eine Idee für eine Lösung habe und im Prinzip zu früh los brabbel. Ich also den Leuten im Meeting gar keinen Raum gebe und eben nicht zuhöre. Und damit beschneide ich mich selber. Da geht halt einfach unheimlich viel Potenzial verloren. Deswegen denke ich, diese erste Phase von Stühl sein und wirklich zuhören in Meetings und Workshops ist einfach unheimlich wichtig. Es klingt super trivial, ne? Es klingt super einfach und trotzdem steckt so viel Potenzial da drin. Es ist erstaunlich. Ganz besonders gilt das für One on One. Die haben für mich zumindest tatsächlich den Charakter, dass der Mensch, mit dem ich da ein One on One habe, dass das sein Raum ist. Und da fällt es mir auch leicht zuzuhören. Das kann ich auch sagen. Aber da passiert so viel. Also das One on One mache ich bestimmt auch nochmal eine Folge drüber. Aber da kann ich euch aus der Erfahrung heraus sagen, je besser ihr dazu hört und auch möglichst wenig kommentiert zu dem, was da die Menschen sagen, desto mehr Informationen kommen da ans Licht. Man kann dann später immer noch nachfragen. Aber schlussendlich ist, glaube ich, diesen Raum geben zum Reden, das zuhören, super, super wichtig. Dazu habe ich noch ein Praxistipp, nämlich was kann man denn machen, um das aktiv zu gestalten? Und da gibt es eine schöne Frage, die man eigentlich immer stellen kann, wenn jemand aufhört zu reden, nämlich, okay, was noch? Durch die Nachfragen nach dem, was noch ermunnt hat man seinen Gesprächspartner eben dazu, ja, du hast hier den Raum, erzähle ruhig. Und meine Praxiserfahrung ist, irgendwann sagen die Leute, nee, mehr habe ich auch nicht. Die könnten dann immer noch irgendwas haben. Aber sie wollen das jetzt dann grad nicht sagen. Und das ist ja auch vollkommen okay. Heißt also diese kleine Frage, als Zusatz zum zuhören, dieses, was noch unterstützt unheimlich eben, ja, den Gesprächspartner. Das gilt jetzt nicht nur für one-on-ones, das funktioniert auch super in größeren Gruppen oder in Teams. Das Ganze ist halt nicht nur Einführungstool für mich, sondern das eignet sich halt auch gut, wenn ich sage mal, innerhalb des Teams Gespräche stattfinden. Deswegen versuche ich immer mit dem Team auch auf der Metaebene darüber zu reden, dass dies zuhören auch so eine super wichtige Komponente ist. Ja, das soll es eigentlich für heute schon gewesen sein. Ein kleines und ein feines Thema. Bei mir war das halt die Woche über super aktuell. Deswegen habe ich mir gedacht, komm, machst du gleich eine Folge draus. Ich hoffe es hat dir gefallen. Wie immer freue ich mich über Feedback. Du hast mehrere Möglichkeiten, mich zu erreichen. Also könnt ich mir gerne Mail schreiben unter nobias@gmail.com oder falls du auch auf Mastodon bist, freue ich mich auch darauf. Auf Mastodon bin ich erreichbar unter nobias@podcast.social. Und es gibt ja ein bisschen neuer noch das Forum und zu jeder Podcastfolge, aber auch zu jedem Artikel, den ich schreibe, gibt es jeweils einen korrespondierenden Diskussions-Thread im Forum und jeweils die Links dazu findest du natürlich in den Show-Notes. Habt ne ganz tolle Woche und bis zum nächsten Mal. Bye. [Musik] [Musik] Discover something new
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