NBA03: Open Space

Shownotes

Über Feedback freue ich mich immer: nobsagile@gmail.com. Ihr erreicht mich auch auf Mastodon unter https://podcasts.social/@nobullshitagile

Kommentare und Diskussionen gerne hier: https://forum.no-bullshit-agile.de/d/5-nba03-open-space

Zusammenfassung

In Folge 3 von No Bullshit Agile stellt Thomas das Format "Open Space" vor, ein effektives Austauschformat für Teams, das Wissensverbreitung und kontinuierliches Lernen fördert. Hier sind die Kernaussagen:

Was ist Open Space? Open Space ist ein flexibles Format, das sich von traditionellen Konferenzen unterscheidet. Im Gegensatz zu festen Agenden und festgelegten Sprechern ermöglichen Open Space-Events den Teilnehmern, die Themen und Inhalte selbst zu gestalten. Es ist eine Plattform für Wissensaustausch, Diskussionen und Entscheidungsfindung.

Vergleich zu Barcamps: Wie Barcamps sind Open Space-Veranstaltungen dezentral organisiert. Teilnehmer schlagen Themen vor, die dann in offenen Slots bearbeitet werden. Im Gegensatz zu Konferenzen, bei denen die Agenda im Voraus festgelegt wird, können Open Space-Veranstaltungen spontan angepasst werden.

Praktische Umsetzung: Thomas beschreibt, wie Open Space in seiner Firma organisiert wird: Alle zwei Wochen gibt es einen Timeslot mit zwei parallelen Sessions, in denen vier Themen behandelt werden. Teilnehmer pitchten ihre Ideen, und die Themen werden nach Interesse in den verfügbaren Slots verteilt. Die Sessions sind offen und können von jedem besucht oder verlassen werden.

Teilnahme und Flexibilität: Das „Gesetz der zwei Füße“ erlaubt es Teilnehmern, den Raum zu wechseln, wenn sie sich nicht wohlfühlen oder den Eindruck haben, dass sie keinen Beitrag leisten können. Diese Flexibilität wird als normal und nicht unhöflich betrachtet.

Zusätzliche Features: Die Sessions werden aufgezeichnet, um auch denen den Zugang zu ermöglichen, die nicht teilnehmen konnten. Wiederkehrende Themen oder weiterführende Diskussionen sind ebenfalls möglich und werden berücksichtigt.

Thomas empfiehlt, Open Space auszuprobieren, um Wissensaustausch in Teams zu fördern. Das Format ist leicht zu organisieren und erhält positives Feedback für seine Flexibilität und Teilnehmerorientierung.

Links

Letzte Folge „NBA02: Rollen in Kanban? SDM und SRM“

Open Space

Transkript anzeigen

Hallo und herzlich willkommen bei NoBullshit Agile. Mein Name ist Thomas. Ich bin Teil eines agilen Teams und bespreche hier jede Woche Themen aus der agilen Projektwelt. Dabei orientiere ich mich an den großen Kategorien Menschen, Teams, Kunden, Projekte und Agilität. Mein Fokus liegt dabei auf der Praxis, daher eben auch der Name NoBullshit Agile. In der letzten Folge habe ich über das Thema Rollen in Kanban und dort vor allen Dingen den SDM, den Service Delivery Manager und den SRM, den Service Request Manager gesprochen. Dies ist Folge 3 und heute soll es um ein Austausch Format für Teams gehen. Da geht es mir um die Wissensverbreitung und das Lebenslange Lernen. Das Format heißt Open Space. Ich vermute, jeder von euch kennt so ganz klassische Konferenzen. Vielleicht kennt ihr auch Barcams. Der große Unterschied zwischen Konferenzen und Barcams meiner Meinung nach ist, eine Konferenz hat so ein übergeordnetes Thema und es gibt einen Organisator, der hat Leute organisiert, die zu bestimmten Themen dann sprechen. Es ist also alles zentral organisiert. Ein Barcamp hingegen ist eher dezentral von allen Teilnehmern mit organisiert. Es gibt sicherlich weiterhin ein Thema, sagen wir mal, ein Barcamp zum Thema Podcasting als ein Beispiel, aber diejenigen, die teilnehmen, gestalten die Veranstaltung. Und das ist auch so die grundsätzliche Idee hinter einem Open Space. Es geht darum, Leute zusammenzubringen, eine Plattform zu bieten, zum Wissensaustausch oder um eine Diskussion zu starten oder um zu bestimmten Themen Entscheidungen zu treffen oder Themen voranzubringen. Eine Open Space soll Leute zusammenführen. Und in Open Space kann man sehr gut auch innerhalb einer Agentur oder einer Firma haben als Firm-Internis Open Space. Das hat sich in der Praxis sehr bewährt. Spätestens wenn man mehr als ein Team hat, möchte man natürlich, wenn die Teams ähnliche Dinge tun, dass die sich austauschen können. Und das sollen sie gerne jeden Tag tun, aber die Institutionalisierung des Ganzen hilft noch mal. Und da ist das Format Open Space super gut geeignet. Beim Open Space, wenn man sich mal so die ganz grundsätzliche Definition anguckt, dazu habe ich in den Show nutzen Wikipedia Artikel verlinkt. Das hat so ein paar ganz einfache Spielregeln. Die haben wir in der Firma ein bisschen angepasst. Aber grundsätzlich gibt es einen Fundament, nämlich das Gesetz der zwei Füße. Das bedeutet, jeder entscheidet, ob er in dem Open Space, in dem Vortrag oder in der Diskussion, in der er gerade sitzt, richtig ist, ob er oder sie einen Beitrag hat. Und wenn nicht, dann kann man dieses Thema, das Open Space, verlassen, vielleicht zu einem anderen Parallelenslot gehen oder eben sagen, okay, ich kann nichts mehr beitragen, ich arbeite weiter zum Beispiel. Das heißt also, das ist überhaupt kein Problem und wird auch nicht als unfreundlich verstanden, wenn Leute später zu einem Open Space dazukommen oder ein Open Space früher verlassen. Wie läuft das bei uns ganz praktisch ab? Bei uns ist es so, dass wir einen festen Timeslot haben, alle zwei Wochen. Und in diesem übergeordneten Timeslot gibt es zwei Slots, a 20 Minuten in zwei parallelen Räumen. Wir haben also alle zwei Wochen die Möglichkeit, vier Themen in so einem Open Space zu bearbeiten. Wir treffen uns alle vorher zusammen und dann pitchen im Prinzip die Leute, die sich während der zwei Wochen Themen überlegt haben, ihr Thema, sie stellen also ihr Thema vor. Ich würde ganz gerne über folgendes Thema sprechen. Ich hätte dazu eine Idee, ich habe dazu was angeguckt und suche Leute zum Sparring oder ich habe hier ein Problem, mit dem ich nicht weiter komme und suche Leute, die mir dabei helfen können oder ich habe eine ganz tolle Technologie entdeckt, die habe ich selber noch gar nicht richtig mir angeguckt. Die würde ich gerne mal mit ein paar Leuten zusammen angucken. Das wären so ganz typische Beispiele für diese Pitchphase ganz am Anfang. Die Leute stellen also ihr Thema vor und dann wird rumgefragt, wer hat daran Interesse? Dann notieren wir uns, wie viele Leute zu welchem Thema Interesse haben. Wir verteilen das auf diese vier Slots, also auf diese jeweils 20 Minuten zu den einzelnen Räumen. Und dann geht es schon los. Die Leute haben sich dann das notiert gehen jeweils in diese einzelnen Räume, hören sich das Open Space an, wechseln im Zweifelsfall eben dann die Räume und gehen in ein anderes Open Space und so findet alle 14 Tage sehr schön organisiert, aber eben auch von allen Teilen neben den organisiert. Ich glaube, das ist wirklich das Tolle und das Wichtige daran. Ein Austausch statt zu wirklich beliebig breiten Themen. Bei uns ist es so, dass wir das tatsächlich dann auch immer aufzeichnen, mit denjenigen, die vielleicht in einem Parallelenslot waren, sich das Thema nochmal angucken können oder die, die krank waren oder nicht da sein konnten aus den verschiedensten Gründen, damit man die Möglichkeit hat, sich im Nachgang das Thema nochmal anzuschauen. Es kann auch gut passieren, dass bestimmte Themen immer wieder kommen, weil man vielleicht ein Schritt weiter ist und jetzt den nächsten Schritt vorstellen möchte. Genau, das ist das Open Space ganz kurz und ganz bündig. Ich kann euch nur empfehlen, wenn ihr feststellt, ah irgendwie brauchen wir einen Platz für einen Wissensaustausch, so was Maus zu probieren, das ist super einfach zu organisieren. Man braucht nicht viel, das ist allen Leuten meine Erfahrung nach ziemlich schnell klar, wofür das gut ist und wie man daran teilnimmt und ich habe also nur positives Feedback dazu bisher bekommen. Ja und das soll es für heute auch schon gewesen sein. Ich denke wir sind soweit durch. Wenn du Feedback hast, dann gerne per Mail an nobs@gmail.com. Alternativ findest du mich auch auf Mastodon unter noboschild@podcast.social. Ich wünsche dir noch eine ganz tolle Woche und bis zum nächsten Mal. Bye. [Musik] .

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