NBA33: Im Gespräch: Anne wird Scrum Mistress
Shownotes
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Über Anne
Letzte Folge NBA32: (Nicht) agile Ausschreibungen der öffentlichen Hand
NBA26: Im Gespräch: Thomas Michl - Agile Verwaltung und Obeya
NBA25: Im Gespräch: Marco von SCRUMschau über Scrum
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Hallo und herzlich willkommen bei NoBulget Agile. Mein Name ist Thomas. Ich bin Teil eines agilen Teams und bespreche jede Woche Themen aus der agilen Projektwelt. Dabei erörente ich mich an den großen Kategorien Menschen, Teams, Kunden, Projekte und Agilität. Mein Fokus liegt dabei immer auf der Praxis, daher auch der Name NoBulget Agile. In der letzten Folge habe ich über manchmal nicht so agile Ausschreibungen der öffentlichen Hand gesprochen und dazu auch ein bisschen granted. Wenn dich das interessiert, hört er gerne rein. Den Link dazu findest du in Show Notes. Das ist die Folge 33 und heute spreche ich mit Anne über ihren Weg hin zur Scrambles Stress. Ja, wie schon angekündigt, ich freue mich sehr. Die Anne ist da. Hallo Anne, wie geht's dir? Hallo Thomas, mir geht's gut. Ich hoffe dir auch. Ja, super. Danke nochmal, dass du überhaupt die Zeit gefunden hast. Ja, gerne. Vielleicht magst du einfach mal dich kurz vorstellen. Genau, also ich bin Anne. Ich komme aus der hessischen Bergstraße zwischen Darmstadt und Mannheim aus dem schönen Ort Benzheim. Kennen Sie vielleicht einige? Genau, und ich bin Sozialarbeiterin und vorher habe ich schon die Ausbildung zur Erzieherin gemacht, also geballte pädagogische Kräfte sind im Prinzip am Start. Ja, genau. Und ich war jetzt zuletzt in der Erwachsenenbildung tätig im Freiwilligendienst, also mit jungen Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr machen oder ein BFD in sozialen Einrichtungen. Ja, okay. Und wir haben uns ja kennengelernt tatsächlich über ein relativ großes Slack, da hat du so ein bisschen eine Frage gestellt, denn du möchtest gerne in dem Bereich Scrum gehen und Scrum Master werden, ne? Genau, ja, richtig. Also das ist, ja, ich sag mal so eine Idee, die ich jetzt schon eine ganze lange Weile habe. Also ich habe meinen Job schon auch immer gern gemacht und gerade mein letzter, ja, der letzte Bereich, in dem ich war, war schon auch sehr spannend und abwechslungsreich und trotzdem hat mich das nie losgelassen und das ging im Prinzip damit los, dass meine Schwester Scrum Masterin war oder ist das die weibliche Form von Scrum Master Scrum Masterin? Ich habe keine Ahnung. Scrum Masterin, Scrum Master, ja. Ich habe auch schon Scrum Mistress gehört. Ja, warum auch nicht? Ja, genau. Also sie war Scrum Master und war relativ frisch aus dem Studium, aus dem technischen Hintergrund, sag ich mal, ein bisschen Projektmanagement so und ja, die Abteilung ist dann umgeswitched auf Scrum und sie war dann in dieser Rolle halt dort und dann hat sich so ein bisschen rausgestellt, dass sie mit einigen, ja, ich sag mal Empediments, aber auch Konflikten so ein bisschen, ja, es war eine Herausforderung für sie und da ich ja, also das waren halt vor allem so zwischenmenschliche Themen, sag ich mal, oder auch so rauszufinden, was ist das eigentlich gerade für ein Konflikt oder was ist das für ein Empediment, den ich hier habe oder wie kann ich denn gut moderieren in der Retro? Hast du eine Idee? Und da haben wir uns ganz, ganz viel ausgetauscht und sie hat mich da so ein bisschen um Rat gefragt. Ja und ich konnte ihr da relativ gut weiterhelfen in vielen Fällen und dann sind wir irgendwann so in Gespräch drauf gekommen, sag mal, wäre das nicht auch was für dich? Gekönntest du es total gut? Hat sie mir dann Rückgemeldet und ich fand es total spannend. Also ich bin jetzt so gerade im technischen Bereich, was mich davor allem fasziniert ist das Gaming, also das mache ich schon gerne auch privat und deswegen ist ja, ist das was, was ich irgendwie spannend fand und interessant fand auch, was sie da gemacht hat, auch die Rolle, weil es ja dann schon auch was technisch ist, ist aber eigentlich mit ganz, ganz vielen Soft Skills, die wichtig sind um ja das Team entsprechend zu begleiten und ja das hat mich so gekriegt an der Sache und das ist schon ganz, ganz viele Jahre her, bestimmt jetzt vier, fünf Jahre schon und das hat mich nie losgelassen und dann habe ich irgendwann auch mal einen Blogbeitrag gelesen von jemandem, ich weiß nicht mehr wer das war und der hat gesagt, das hatte so den Titel "Warum Sozialarbeiter Gutes Grammaster" werden und da hat es mich dann natürlich dann nochmal richtig gekriegt, ja und so ist die Entscheidung gereift bei mir. Ja, super, also das kann ich so aus meiner Erfahrung tatsächlich nur bestätigen. Natürlich gibt es so, ich sage mal, einen Domänenwissen, meiner Meinung nach ist das für ein Grammaster nicht verkehrt, wenn er das hat oder sie, aber ich glaube tatsächlich aufgrund dieser exponierten Rolle, die man da hat und natürlich der Rolle, ich möchte dem Team gerne helfen, Agil zu sein, Agil zu bleiben, kommt man ziemlich schnell, wenn man sich nicht mit, ich sage mal zum Beispiel pädagogischen Skills beschäftigt, also wahrscheinlich ist es noch viel weitergreifende Soft Skills, wie man ja immer so schön sagt, kommt man nicht weiter. Das zweite, was ich so aus meiner Erfahrung sehe, man muss auch so ein Mensch dafür sein, weil vieles eben natürlich auf dieser Menschenebene läuft. Und das nächste ist, es ist ja tatsächlich nicht nur das Team, sondern so die, da wo das Grammaster sitzt, ist ja eben das Bindeglied auch zwischen dem ja dem Außenumfeld des Teams, weil es irgendwie Management, andere Teams, Kunden, um eben da auch ja zu optimieren und zu vermitteln. Und ich glaube wie gesagt, diese pädagogischen Skills, kann ich gut nachvollziehen, den Artikel sind da einfach super, super wichtig. Die anderen Sachen, die bekommt man eigentlich gut mit. Wir haben ja bei uns tatsächlich auch mal fünf Jahre so Hardcore-Scramb gemacht, unser Scrummaster, der war jetzt auch kein Dev und ich kann definitiv sagen, der hat einfach dann über die Wochen, Monate und Jahre einfach immer mehr davon mitbekommen. Wenn man regelt, kriegt man ja automatisch super viel mit. Was heißt denn das wirklich? Man kann sich Fachvokabular ja auch jederzeit erklären lassen. Und es ist meiner Meinung nach schwieriger, die anderen Skills zu haben, weil man die glaube ich auch echt vermehrt üben muss, als ich sage mal, ja, in der Fachdomine mitzumachen. Ja, also auf jeden Fall. Ich denke, also ich bin jetzt zum Beispiel für mich, also ich für mich bin auch Mensch, ich lerne total gerne. Also ich saug ganz viele Sachen auf wie ein Schwamm und finde es auch immer spannend, wenn ich irgendwie ja in dem Bereich gar kein Wissen habe oder nicht so viel. Und dann finde ich das für mich immer total schön, da einzutauchen. Und ich glaube, das muss man schon auch sein, wenn man jetzt weiß, okay, es werden diese beiden Hauptbereiche gefordert und in einem einen bin ich jetzt nur nicht so ganz so safe, sag ich mal. Dann braucht man da diese Neugierde, diese Offenheit und die Lust auf lebenslanges Lernen auf ein Stück weit. Definitiv. Genau, aber es ist auch, wie du schon sagst, gerade diese ganzen Konzepte, die Methoden, wie diese Ressourcenorientierung, die Lösungsorientierung und so weiter, diese Ansätze, die kennen man wahrscheinlich auch als, ich sag mal, nicht studierter Pädagoge, Soziologe oder Psychologe. Und trotzdem die Umsetzung dahin, dass man das auch authentisch ausführen kann. Das dauert schon auch eine Weile. Also es ist ein Stück weit eine Haltung und ein Mindset. Und das ist schon gut, wenn man das mitbringt. Das können auch Leute, die das sag ich mal jetzt nicht studiert haben. Aber dann auch die, ja, die Methoden, als sich dann wirklich auch auszuführen. Ja, das braucht schon ein bisschen. Ja, und ich meine Scrum Master ist auch schon eher eine Hathorrolle. Also, weil eine ganz große Gefahr meiner Meinung nach ist ja wirklich, dass man, es ist jetzt nicht so böse gemeint, aber dass man als Psychologe benutzt wird. Und ich glaube, damit zum Beispiel umzugehen, das Team oder die einzelne aus dem Team, kommen laden praktisch so, nicht nur mit Arbeitsthemen bei einem ab, sondern auch andere. Das ist einfach noch mal eine echte Challenge. Das kann ich mir vorstellen. Da bin ich dann auch gespannt, wie das so sein wird in Zukunft. Da muss man natürlich für sich so ein bisschen schauen. Auf der anderen Seite denke ich mal, wenn das so die Situation ist, dass die Leute kommen und abladen, dann ist es immer erst mal ein gutes Zeichen, weil dann ist Vertrauen da. Ja, das stimmt. Dann ist ja eine Beziehung da und die braucht es einfach, um sich sicher zu fühlen. In dem Rahmen auch, okay, wir bearbeiten jetzt mal hier ein Konflikt oder so. Dann ist es schon sehr, sehr wichtig, dass da Beziehungsarbeit vorher geleistet wurde. Und wenn Menschen mit Problemen zu einem kommen, dann ist es ein guter Indikator, sage ich mal. Ja, definitiv. Du willst ja auch die Zertifizierung machen zum Scrum Master, oder? Genau, ja. Also ich weiß, dass schaut auch immer mal ein bisschen umstritten ist. Also das, was ich so gelesen habe, bringt jetzt die Zertifizierung was oder sagt das was darüber aus, wie gut ein Scrum Master ist. Deswegen, ich weiß, da gibt es so verschiedene Perspektiven drauf, die kann ich auch total nachvollziehen. Ich für mich habe das beschlossen, weil ich halt nicht aus der Branche bin. Das heißt, ich habe halt nicht dieses Kapital an Wissen aus der technischen Branche, dass ich sagen kann, okay, ich habe schon das und das und das gemacht in dem Bereich. Und deswegen habe ich gedacht, wäre das für mich trotzdem wichtig, dass ich das vorweisen kann, um einen Fuß in die Tür auch zu bekommen. Ja, verstehe ich gut. Mark unterschiedliche Ansichten über Zertifizierung im Allgemeinen und dem Speziellen geben, das stimmt wohl. Aber ich für mich denke, zumindest hat man mit so einer Zertifizierung geführt, eine Möglichkeit in das Thema reinzukommen. Also das Zertifikat in deiner Situation und auch in Situation von anderen verstehe ich auch. Und Deutschland ist ja auch noch so auf Zertifikatsgebunden, sag ich mal, in seinen Bereichen. Aber für mich würde der Wert drin stecken oder wenn ich mich so angucke, welche Zertifizierung ich hier und da mal gemacht habe, eben okay, jetzt setze ich mir einen Fokus und gehe das nach Lehrbuch durch. Ich finde es halt immer gut. Mein Instagram Guide wirst du wahrscheinlich auch schon mal von oben nach unten durchgeguckt haben. Mehrfach, ja. Dass man versucht, die Idee dahinter zu verstehen. Das ist das. Ich habe ja hier immer wieder meine Erfolge so für mich aus meiner Erfahrung heraus, das Thema, dass ich halt auch immer wieder feststelle, Leute benutzen, Methodiken auch falsch. Manchmal werden sie glaube ich sogar bewusst oder unbewusst missbraucht und deswegen einmal Lehrbuch so einen Stand zu haben, um dann zu gucken, welche Teile wir und wo machen jetzt bei uns Sinn. Ist der bessere Weg als zu sagen, ja, ich habe drei Blogbeiträge gelesen, ich bin jetzt Grammaster. Ja, ja, klar. Auf jeden Fall. Also für mich war es schon auch wichtig, muss ich sagen, mich da aus verschiedensten Perspektiven aufzustellen. Also ich habe natürlich den ScrumGuard gelesen, aber auch das Agile manifest. Ich habe aber auch versucht so, das habe ich ja auch in einem Slackbeitrag geschrieben, mir verschiedene Podcasts anzuhören, um so ein bisschen Praxisluft zu schnuppern, im Prinzip, weil da kommen ja auch nochmal Perspektiven rein oder sind Expert*innen nochmal da und habe mir auch ganz viele verschiedene Videos nochmal angeguckt. Also um halt wirklich so, das so ganz breit abzugrasen sage ich mal, das war mir schon wichtig, weil ich glaube, wenn ich jetzt nur den ScrumGuard-Stupide durchgegangen werde, das wäre mir persönlich jetzt zu wenig gewesen. Ja, genau, ja, der Herr, genau, das ist halt so. Die Vorbereitung darauf machst du wahrscheinlich online, also du machst nicht irgendwo vor Ort. Genau, also ich mache das für mich, ich habe mir quasi ein Geco-Riculum erstellt, auch ein bisschen mit Hilfe von meiner Schwester, die hier Scrum Master oder Masterin war. Genau, wo ich mir dann auch noch immer nochmal Rückmeldung geholt habe und ich mache das so für mich. Es gibt Kurse, aber da habe ich mich jetzt persönlich in meinem Fall, also ich glaube, die sind schon gut oder da gibt es bestimmt auch gute. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich jetzt schon relativ lange mich mit dem Thema auseinandersetze und glaube, dass ich an einem Wochenendkurs wahrscheinlich jetzt nicht so viel noch mal dazu lernen kann. Ja, genau, und ich meine, dieses so zum Beispiel im Slack oder sich an anderen Stellen mit anderen vernetzen, ich glaube, das hilft auch nochmal eine echte Menge. Es gibt ja auch so Scrum Stammtische und - Genau - genau, Tod und Häufe. Ja, genau, ja cool. Was sind denn für dich dann so die nächsten Schritte? Also wie geht es denn für dich weiter? Wie immer man was dann die Zertifizierung und dann guckst du einfach bei dir drum herum nach Stellen? Ja, genau, also ich würde mich dann einfach ja dann nochmal direkt mit dem Stellenmarkt beschäftigen, nochmal schauen, was spricht mich an? Also einmal so von der Unternehmenseite, was machen die so? Was spricht mich da an? Ich glaube, das ist nämlich auch immer total wichtig, dass man da so ein bisschen mit weiben kann und auch dahinter steht. Ja, genau, und mich natürlich weiterhin auch vernetzen, das ist ganz wichtig, denke ich. Ja, das wären so meine nächsten Schritte und ich würde auf jeden Fall hier in der Region gucken. Ich denke, was Hybrid ist, wäre schon ganz schön. Wenn es jetzt full remote wäre, wäre es auch okay, wobei ich schon glaube, Hybrid wäre ganz gut. Und ich wohne ja hier im Rhein-Main-Gebiet, das heißt es gibt ja relativ viel eigentlich an Firmen auch, also zwischen Frankfurt ist nicht weit weg, Darmstadt ist nah und Mannheim, Ludwigshafen, so die Heidelberg, diese größeren Metropolen, sage ich mal, sind ja schon auch greifbar von hier aus. Ja, genau. Und hast du irgendwie schon überlegt, gibt es spezielle Branchen? Also es muss ja nicht zwangsläufig Softwareentwicklung zum Beispiel sein oder sagst du, nee, Scrum Mastering ist ja relativ egal in welcher Branche. Ja, also ich fand das super spannend, auch wenn das jetzt ein Bereich wäre, der nicht in der Softwareentwicklung wäre, sage ich mal, wenn das mich anspricht und wenn ich das interessant finde, dann würde ich mich auch in anderen Bereichen bewerben. Ich glaube, wir hatten ja auch schon mal kurz mal im Vorgespräch auch drüber gehabt, dass es ja auch in Verwaltungen immer mehr eingesetzt wird. Das würde mich auch total interessieren. Bisher habe ich da aber, als ich jetzt immer mal so punktuell geschaut habe, wer sucht in Scrum Master, habe ich den Bereich jetzt war noch nicht so vertreten einfach, was ich gesehen habe. Ja, genau. Also da habe ich mit dem Thomas Michel drüber gesprochen, das ist die Folge 26, Agilität in der Verwaltung. Da könnt ihr ja sonst gerne auch nochmal reinhören. Ja, hast du denn noch weitere Themen, irgendwas rund um den Scrum Master oder Agilität, wo du sagst, das wäre doch auch nochmal interessant? Also ich fand es total spannend, auch weil du hast es ja, hast du ja gesagt, fünf Jahre Hardcore Scrum, betrieben ohne Abweichungen und ihr seid ja dann davon weg. Und ich fand es schon sehr interessant, dass du ja auch gesagt hast, dass das halt manchmal halt, das nicht so durchgeführt wird, wie es eigentlich sollte oder das vielleicht auch eher als Reporting Methode genutzt wird. Da würde ich einfach nochmal so ein bisschen, finde ich spannend, da auch nochmal von dir so zu hören, wo siehst du denn die Gefahren ein? Ganz klar, oder wo sollte ich zum Beispiel als Scrum Master, die ja dann auch verantwortlich dafür ist, das Team so ein Stück weit auch zu schützen, zu supporten, so ein bisschen wächter zu sein, auch auf eine Art, was wäre so das, was du mir da mitgeben würdest, worauf sollte ich achten? Wo sollten die Alarmglocken klingeln? Ja, sehr gut. Also ich glaube, viele vergessen oder bringen einfach dann auch die Bildung nicht mit, damit meine ich nicht das Team oder die Scrum Masterin, sondern eben das Umfeld, warum wir denn Agil sein wollen. Und das ist jetzt für mich erst mal auf dieser Ebene unabhängig von, welche Methodik benutze ich, ne? Sei es Scrum kann man XP, Mischung da draus. Und für mich über die Jahrrat sich halt ergeben, okay, wir wollen Agil sein, weil unsere Umwelt sich zu schnell ändert. Wir leben halt nicht auf einer Insel. Und selbst wenn ich auf einer Insel leben würde, das Beispiel bringe ich ja immer, wenn es wetterschlecht ist, kriege ich trotzdem keinen Feuer an. Also man kann sich nicht entkoppeln. Und wir tun das, je nachdem in welcher Firma man dann arbeitet, in meinem Fall eben für unsere Kunden, denn unsere Kunden wollen eben, ich sage mal, von dem Geld, was sie investieren in die Softwareentwicklung, die wir machen, möglichst wieder Geld raus haben. Auf irgendeiner Art und Weise, durch Ruf, wenn man über ein gut bediembares System spricht, oder eben auch, weil Prozesse vereinfacht werden durch das neue Tool, durch einfach die Vereinfachung der Prozesse. Und wir wissen eben, dass die Umwelt sich verändert und die Agilität ist deswegen entstanden, weil gelernt wurde. Okay, so klassisch Lastenpflichtenheft, Hunderte von Seiten und genauso muss das Projekt sein und dann kann man berechnen, wann das fertig ist und wie viele Leute man braucht und einen kritischen Fahrt berechnen und Tod und Teufel. Kein Projekt hat wirklich so funktioniert. All die Projekte, die auf dieser Art funktioniert haben, haben deswegen so funktioniert, weil es Zufall war. So einfach mal mal eine steile These. Und das gilt vor allen Dingen für die Projekte, die man halt vorher nicht schon mal gemacht hat, wo man nicht reproduziert, sondern wo man Neuland irgendwie beschreitet. Und ich habe das Gefühl, eine ganz große Gefahr ist, dass viele Leute diese, dieses Fundament vergessen. Also ein Beispiel ist, der Kunde oder das Management fängt an zu sagen, okay, wir können ja dann einfach durchrechnen. Das Team hat so eine Velocity. Dann können wir ja durchrechnen, wie viele Sprints wir brauchen, um fertig zu sein. Und das werden Leute, die, ich sage mal, Instagram sind, immer verneinen. Die werden immer sagen, Moment mal, aber das ist ja gar nicht die Idee des Systems. Aber das Management liest natürlich nur seinen Teil der Geschichte. So die Velocity und ihr committet euch doch auch sogar im Sprint dazu, dass ihr das liefert im Sprint. So, das ist eine große Gefahr und eine herkules Aufgabe für eine Scrum Mistress, sage ich jetzt mal zur Abwechslung. Im Education. Also wirklich den Leuten immer und immer wieder zu erklären, warum tun wir das? Und das gilt teilweise auch tatsächlich manchmal innerhalb der Teams, denn man darf ja auch nicht vergessen, Teammitglieder, die sind auch je nach Situation mal zusammengewürfelt und die sind ja auch nicht alle sofort erfahren. Und das habe ich auch festgestellt, dass man eben nach innen auch viel arbeiten muss und erklären muss. Und um vielleicht nochmal so das, was du angestitten hast, wir haben mal Scrum gemacht und haben gewechselt, um da vielleicht nochmal drauf einzugehen. Was wir für uns festgestellt haben, ist, dass was wir machen, nämlich Projekte für Kunden, Scrum nicht besonders gut geeignet. Alleine durch dieses Commitment zum Beispiel, die Kunden, wenn die nicht irgendwie sage ich mal wirklich mitten in einem Projekt sind, sondern das Projekt oder das Produkt so ein Zyklus erreicht hat, wo es eher in Betrieb geht, dann kommt man in so eine Phase, wo man öfter Anpassung machen muss, die man nicht mehr auf zwei Wochen oder vier Wochen planen kann. Und es gibt so Ansätze in Scrum, also Reservierdehle doch 20 Prozent an der Zeit für Support. Das sind alles aber Krücken in meinen Augen, denn was ist denn 20 Prozent meiner Zeit? Das weiß ich ja auch wieder nicht. Ja, richtig. So, insofern haben wir dann irgendwann gesagt, okay, das bessere Verfahren für uns, die bessere Methodik, die bessere Grundidee, wir wollen Agilität nicht verlassen, ist Kanban. Denn Kanban hat das einzige Grundprinzip, nämlich Manager den Flow. Darauf basiert alles. Setz, schau auf den Durchfluss und versuche den zu optimieren. Und ich habe eben die Möglichkeit zu sagen, das ist das nächste, was für uns wichtig ist und dann ist das das nächste und das das nächste. Und diese Reihenfolge, die kann ich einfach im Fluss permanent auch ändern. Nicht, dass ich Dinge, die halb fertig sind, wieder rausnehme, aber ich kann eben sagen, okay, und das nächste ist das, Moment mal, nee, das ändert sich, das nächste ist das. So, deswegen passt in dem Umfeld, in dem ich arbeite, kann man einfach besser. Ja, kann ich mir schon auch gut vorstellen. Also ich hatte mich auch ein bisschen über Kenban natürlich informiert, auch über andere Agile Methoden, dass ich so ein bisschen auch ja nicht nur von diesem kleinen Bereich jetzt was weiß, sondern auch ein bisschen mehr Domänenwissen dann im Prinzip habe. Und ich hatte da so ein kleines, schönes Booklet, das war über Kenban und das war unter dem Motto Stop, Starting, Start, Finishing. Und das hat mich echt auch abgeholt. Also fand ich schon auch total schön, wie die das gemacht haben. Ich habe es auch für mich selber dann adoptiert, so ein kleines Kenban Board, wenn ich viel zu tun habe, um selber meinen Flow zu managen. Das fand ich schon auch auf jeden Fall sehr spannend. Also kann ich echt nachvollziehen. Ich sage immer, Scrum ist so die Einstiegsdroge in die Agilität. Scrum hat ein Riesenvorteil und deswegen ist Scrum einfach auch so bekannt. Es gibt den Scrum Guide und der beschreibt halt einfach sehr genau eine Regeln, Rituale, alles was dazu gehört. Man hat wirklich ein wunderschöne, das ist wie eine Spielanleitung. Ja, genau. Super gut erklärt in dieser Situation so und in dieser so und hier so und hier so. Kann man hat das eben nicht. Es gibt so einen Kanban Guide auch, aber der erklärt eigentlich immer nur das Mindset und die grundsätzliche Philosophie. Es gibt so eine Dachorganisation, die kann man University und die bringt regelmäßig so einen Guide raus. Und deswegen ist kann man Scrum deutlich besser anfassbar. Und was ich halt tatsächlich feststelle, ist das über die Jahre hinweg so Kunden oder Anfragen, die wir bekommen, wie immer mehr so eine Anfrage bekommen wie ja und wir wollen bitte Scrum machen. So am Anfang hätte mich das, so vor zehn, hätte mich das total gefreut. Wow, das wäre cool. Kunden kommen damit über den Hof, die haben diese Idee von Agilität verstanden. Ja, aber leider ist es sehr, sehr oft tatsächlich einfach nur dies. Ja, das ist eine Projektmanagement Methode und dann hat man Sprints und das kann man alle super gut planen und das Team das muss das auch liefern. Also es ist halt wieder mal dieser Teil. Ja, so und ich habe halt auch immer wieder stelle ich jetzt fest so Kunden oder neue Kunden, wo in der Signatur dann Product Owner steht oder Product Ownerin. Ja, weil es ja ein moderner, wirkender Titel ist. So und dann kommt man mit den Leuten ins Gespräch und geht ein bisschen anders Thema. Okay, wir können ja mal gemeinsam Stories schreiben und die Anforderungen erheben und dann fang ich oft mal an und sage, okay, als Product Owner ist ja erstmal dein Job. Du kannst jetzt mal die Anforderungen zusammen sammeln und die Reihenfolge und dann kommt der so, wie so meiner, naja, da steht ja nun Product Owner bei dir in der Signatur. Ja und dann merkt man eben ja, da steht dann nur der Titel. Ja, ja, also das klingt jetzt nicht so toll. Ich mein, ja, da hat man dann irgendwie so das Gefühl, okay Sprints hören sich schnell an, deswegen nehmen wir doch das. Ja, genau, ne. Ja, da gibt es übrigens auch so ganz interessante Artikel zu die Sprache von Scrum. Weiß nicht, ob du darüber schon mal gestolpert bist. Ich glaube, ein hab ich mal, ja, doch, also ich, ja, ich hab's schon mal gehört. Also, Scrum selber so aus dem Rugby, ne. Ja, richtig. Sprint, ne, wie nachhaltig ist denn einfach alle 14 Tage zu Sprinten. Richtig. So, ich hab eine Folge mal gehabt mit dem Marco von Scrumm-Schau, Folge 25, glaube ich. Und ich hatte mal ganz am Anfang von dem Podcast ne Folge da, der hatte ein bisschen reiserischen Titel, so ne Scrum ist es in Zeiten der andere Methode zu wählen oder so. Ja, ja. Und da hab ich genau diesen Teil mal ein bisschen aufgegriffen und der Marco hatte dann tatsächlich nochmal einen ganz guten Hinweis, während wir miteinander gesprochen haben, nämlich, na ja, diese Kritik, die ist schon da und er versteht das auch, aber die kann man jetzt nicht Scrum anlassen, sondern den Leuten, die jetzt das die schöne Methodik missbrauchen und da hatte natürlich auch recht mit, ne. Ja, stimmen beide Perspektiven, ich mein Sprach auch schafft auch immer Wirklichkeit. Ja. Und ja, aber natürlich, also, wenn man sich dann nicht ordentlich miteinander gesetzt hat und dieses Mindset, was auch hinter Scrumm-Schau oder auch hinterm Agil Manifestia auch steht, mit People Over Process zum Beispiel, was ja ne Riesen Säule ist eigentlich, also wie ich es jetzt auch verstanden habe, dann lockt, dann ja, lädt es dazu ein, Wolf im Schafspilz zu sein, ne, das kann ich mir schon gut vorstellen. Ja, ja, genau. Also wie gesagt, für mich ist über die Zeit hinweg das Agile Manifest immer wichtiger geworden und die zwölf Agile Prinzipien und ich denke halt immer die Methoden, die müssen immer noch diesen Anker besitzen zu dem Fundament, das haben die ja damals nicht zum Spaß aufgeschrieben, sondern die haben sich wahrscheinlich da schon ganz gut Gedanken drüber gemacht und mir hilft es immer da mal rein zu gucken und zu sagen, okay, wenn wir zum Beispiel im Team auch in der Diskussion sind, okay, wo finden wir uns denn jetzt da wieder? So gibt ja auch zum Beispiel, People Over Process gibt ja immer wieder die Diskussion, die auch gut ist zu, ja, da müssen wir das mal als Prozess aufschreiben, damit wir alle wissen an, was wir uns halten müssen. Die eine Seite kann ich total nachvollziehen und auf der anderen Seite entsteht irgendwann so Dschungel vom Prozess, denn du kannst das nicht alles soweit drunterschreiben, dass auch jede Ausnahme da drin ist, dann sind wir irgendwann bei Gesetzgebung. Dann stehen solche Formulierungen. Insgram-Gister bitte. Ja, bitte schön. Deswegen komme ich dann, das ist so ein ganz guter Punkt, wo man zum Agile Manifest nochmal kommen kann. Warum steht das denn da People Over? Was ist denn die Idee gewesen? Was hat die denn damals gestört? Und die hat gestört, alles ist verklausuliert, das macht so alles gar keinen Sinn mehr. Wir sind gezwungen hier in Ketten gelegt, wobei alle wissen, effektiver wäre es, das andersrum zu machen. Ja, und ich glaube ganz ehrlich auch, dass gerade in dem Bereich und auch die, die sich da eingeschlafen haben, um dieses Agile Manifest zu schreiben, dass denen schon auch klar war, dass die Menschen sehr divers sind und individuell. Und das ist ja wichtig, weil jedes Individuum bringt seine Ressourcen und seine Power mit rein und das ist alles total hilfreich. Also es sind ja viele tolle, ja, ich sag mal, Ressourcen einfach, die dahinter stehen, die das Projekt oder das Produkt einfach voranbringen können und die würden ja auch eingeschränkt werden, wenn man die in so einen Prozessrahmen quetscht. Und das ist ja, da verlet man ja. Ja, genau. Ja, es ist immer spannend, ne? Ja, auf jeden Fall. Das muss man einfach sagen. Was ich aber auch total interessant fand, dass ich, ich weiß gar nicht mehr, wo ich das gelesen habe, dass halt viele, und ich hatte es auch in meiner Schwester da auch nochmal darüber, zum Beispiel gar keine Retrospective machen ins Kram, die wird dann irgendwie weggelassen. Und da muss ich dann schon auch sagen, oh, ich mein, klar, das wäre jetzt für mich, also mit meinem Background, jetzt ist das natürlich ein Herzstück und super wichtig. Also das könnte ich ja die weglassen. Find ich echt voll schwierig, weil ja dann gerade auch die Anpassung und auch nochmal, dass die Reflexion und wo hat es gehagt, was haben wir für Impediments, das kommt ja dann eigentlich viel zu kurz und dann macht man irgendwie weiter, setzt sich Scheu-Klappen auf und wundert sich, warum schon wieder jetzt nicht klappt. Also das habe ich jetzt auch gar nicht verstanden, warum das viele nicht machen. Ja, also genau, das wäre wirklich meine Frage interessant. Also warum glauben da Menschen, die können wir weglassen? Also die schafft keinen Wert. Also kann man ja nur mutmaßen, wird als unangenehm empfunden vielleicht, oder man will gar nicht das bestimmte Dinge nach oben kommen. So, die man da erarbeitet, vielleicht. Genau, also vielleicht ist die Sicherheit aber auch nicht da, dass man sich nicht richtig wohl fühlt oder das eh schon lang was schweilt auch. Also die halte ich für unverzichtbar. Wir machen die zum Beispiel auch, wir haben die nie abgeschafft. Interessant, also da war es wirklich mein Interessant genauer hin zu gucken. Wenn man da die Chance hat, mal so einzufragen, die sagen, nee, also Retro machen wir nicht. Das wäre, das wäre übrigens mal wenn jemand zuhört, da freue ich mich auf ein Gespräch. Ja, ich finde es auch total interessant, das einfach mal zu hören, weil ich kann mir schon auch vorstellen, dass man vielleicht auch manchmal denkt, okay, wenn wir jetzt, ah, das schweilt eh so ein bisschen was oder so und wenn wir das jetzt ansprechen, dann explodiert die Geschichte hier. Deswegen harmonisieren wir das ein bisschen weg, damit die Leute weiter arbeitsfähig und handlungsfähig bleiben, weil da vielleicht auch Ängste einfach sind, dass dann erstmal was lahmengelegt wird auch auf eine Art. Ja, wobei das nicht lange gut geht, das weißt du auch. Ja, richtig, ganz genau. Ja, super. Normalerweise habe ich zum Abschluss eine Frage, ne? Was ist dein coolstes agiles Erdennis? Die habe ich jetzt angepasst. Ja. Was glaubst du, was ein cooles agiles Erlebnis sein wird? Also ich glaube ein cooles agiles Erlebnis für mich wird sein, wenn ich, weil ich bin so eine retrospectiven Fan, muss ich ja, also hat man vielleicht gerade schon gemerkt, ich habe das auch vorher in meinem Job schon auf eine andere Art gemacht, aber ich habe es gemacht. Ja. Wenn ich da so eine richtig coole, lustige Retro mir ausdenke und die gut ankommt und die Leute mit Spaß dabei sind und das Gefühl haben mir, es war schön über so Dinge zu sprechen, es kann auch was Positives sein und das, ja, dass man das Gefühl hat, den Leuten ging es besser danach als vorher und ich glaube, das wäre mein persönlich, könnte mein persönlich cooles agiles Erlebnis jetzt für den Anfang erst mal werden. Ja. Da bist du nicht alleine mit, also das hatte ich hier tatsächlich als Antwort auf die Frage schon mal. Ja. Da war auch so ein konkretes Beispiel aus einer Retro und ich glaube, weil, ja, da steht viel auf dem Spiel, würde ich nicht sagen, aber das ist so die offens, das offensste Ritual, ne, dass man da wirklich auch viel draus ziehen kann. Ja, das stimmt. Ja und es kann halt viel entscheiden. Das entscheidet über die Zukunft vom Team ja immer mal wieder Stückchenweise und wie das Team sich entwickelt. Ja, ganz genau. Anne, Milch, also das hat mir total Spaß gemacht. Das freut mich mir auch. Ich sage ganz, ganz vielen Dank und ich bin mir sicher, wir beide sprechen bestimmt nochmal hier in einem Podcast und ich vermute, wir sehen uns bzw. sprechen uns auch hier unter allen, die in diversen Foren uns leckt nochmal. Ja, ich hoffe das. Also es hat mir total viel Spaß gemacht, hier mit dir, die mich zu unterhalten einfach und mal in einem Podcast dabei zu sein und ich, ja, wie gesagt, kann ich nur herzlich einladen, wenn du mal ein Thema hast, wo du glaubst, okay, das könnte ein bisschen meine Expertise auch nochmal treffen, dann bin ich gerne wieder da. Es war sehr angenehm und sehr schön hier. Super, vielen Dank. Ich wünsche dir noch einen ganz tollen Tag, ne. Das wünsche ich dir auch. Bis dann, ciao, ciao. Bis dann, tschüss. Ja, an dieser Stelle auch nochmal ganz liebendank an Anne. Ich denke, wir sind damit einfach für heute durch. Ich bin wie immer ganz gespannt auf eure Meinung, was habt ihr so für Anregungen? Gebt mir dazu gerne Feedback und Anne dann entsprechend auch. Wenn du Feedback hast, dann erreichst du mich auf verschiedenen Kanälen und da an einem ganz klassisch kannst du mir eine Mail schreiben unter nobis@gmail.com, du erreichst mich auch auf Mastodon und begleitend zum Podcast gibt es einen Forum und zu jeder Folge gibt es einen einzelnen Thread, den ich da anlege, die links zu Mastodon und dem Forum findest du in den Shownotes. Ich habe noch eine Bitte, wenn ihr die Folge gefallen hat oder ihr die vielleicht sogar was gebracht habt, dann teile sie gerne mit anderen direkt oder über Social Media. Damit erreichen wir dann einfach viel mehr Leute und das hilft mir in die Diskussion einzusteigen rund um die Agilität. Das ist der Hauptgrund, warum ich diesen Podcast überhaupt mal gegründet habe. Ganz vielen Dank dafür. Habt noch eine ganz tolle Woche und bis zum nächsten Mal. Bye. [Musik] [Aufregende Musik]
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