NBA64: Team Canvas
Shownotes
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NBA63: Delegation Poker und Delegation Board
NBA62: Agil ≠ führungslos – Selbstorganisation mit gesundem Menschenverstand
NBA54: AgileEcho - Anonym Feedback im Team sammeln
Team-Umfragen: AgileEcho
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei No Bullshit Agile. Mein Name ist Thomas. Jede Woche spreche
00:00:08: ich hier kurz und knapp über Themen rund um agiles Arbeiten. In der letzten Folge ging es
00:00:12: um Delegation Poker und das Delegation Board. Den Link dazu, wie alle Links, die ich hier
00:00:17: erwähne, findest du in den Shownotes. Heute, in Folge 64, greife ich ein Thema aus Folge 62 auf,
00:00:24: nämlich möchte ein bisschen über die Methode Typkanvas reden. Ich muss sagen,
00:00:29: ich habe mich tatsächlich ein bisschen schwergetan mit der Folge hier. Ich habe das
00:00:33: Skript immer mal weiter geändert und angepasst, denn ich habe halt festgestellt, nachdem ich mich
00:00:40: jetzt ein bisschen intensiver mit Team Kanvas beschäftigt hatte, also kannte das vorher nicht,
00:00:45: dass das irgendwie für mich nicht so richtig passt. Es passt zumindest nicht für unsere
00:00:50: Situation. Ich habe dann aber trotzdem gesagt, okay, ich mache die Folge, will das aber vorab
00:00:54: gleich sagen und ich erläutere gleich auch noch ein bisschen, warum ich so das Gefühl habe,
00:00:58: dass es für uns nicht passt. Denn es kann schon sein, dass es für dich ganz gut passt. Vielleicht
00:01:03: hast du die Folge 62 gehört, da habe ich ja, ja, ich sag mal relativ intensiv über das Thema
00:01:09: selbstorganisierte Teams gesprochen und unter anderem taucht da eben auch Team Kanvas auf.
00:01:15: Da tauchte auch Delegation Poker auf und ich hatte bei beiden Themen gesagt, da mache ich mal eine
00:01:20: gesonderte Folge drüber. Ja, und die Delegation Poker Folge, die habe ich veröffentlicht. Das
00:01:25: war die Folge von letzter Woche und jetzt blieb halt Team Kanvas über. Ich habe ganz kurz überlegt,
00:01:30: ob ich das Thema einfach nicht mache, sondern heute was anderes. Aber ja, schlussendlich habe
00:01:35: ich mich dafür entschieden, okay, ich stelle es einfach mal vor. Ich sage mal vorab, ich bin da
00:01:39: nicht so ganz überzeugt von und ja, vielleicht passt es für dich ja wirklich. Ja, ich würde
00:01:44: sagen, wir steigen mal ein und ich erkläre mal ein bisschen, wie Team Kanvas so funktioniert,
00:01:47: was die Definition ist. Also die grundsätzliche Idee ist zu sagen, man erarbeitet im Team ein
00:01:55: Bild, deswegen heißt das Ganze Kanvas und es soll auch wirklich so etwas Optisches sein,
00:02:00: eine visuelle Repräsentation und dieses Bild, dieses Team Kanvas, das benutzt man immer und
00:02:09: immer wieder mal. Wie sieht das Bild aus? Da gibt es natürlich die verschiedensten Ansätze,
00:02:13: aber typischerweise hat man da folgende Quadranten, nenne ich es mal. Das erste ist die Ziele des
00:02:22: Teams und man setzt sich, wie gesagt, im Team zusammen, macht einen Workshop dazu, lässt den
00:02:27: sicherlich gerne moderieren und erarbeitet jetzt die Inhalte dieser Quadranten. Also ihr stellt
00:02:33: euch das vor, ihr habt vielleicht ein Whiteboard, auf dem malt ihr diese Quadranten auf und die
00:02:38: Leute schreiben Post-its, was sie darunter verstehen. Die sortiert man ein bisschen und
00:02:43: kriegt dann eigentlich und das ist die grundsätzliche Idee, einen ganz guten Überblick
00:02:47: über das Team. Wie gesagt, der erste Quadrant, der nennt sich Ziele, Goals und da schreibt ihr
00:02:53: auf, was wollt ihr als Team erreichen. Also keine Ahnung, ein Beispiel wäre vielleicht sowas wie,
00:03:01: wir wollen einen erfolgreichen MVP für das Produkt Y erstellen. Könnt ihr euch vorstellen,
00:03:09: gibt sicherlich mehrere Ziele, die ihr so als Team habt, die sammelt ihr dann eben. Zusätzlich kann
00:03:15: man noch sammeln, was sind die persönlichen Ziele der einzelnen Teammitglieder. Also vielleicht eine
00:03:22: bestimmte Technik lernen könnte ein Ziel von jemandem sein. Der zweite Quadrant, den ihr füllt,
00:03:27: der nennt sich Rollen und Skills. Da geht es darum zu erklären, ja welche Rollen sind in dem Team
00:03:33: vertreten und welche Skills bringen diese Rollen mit. Also da gibt es vielleicht jemanden aus
00:03:38: dem Design und dieser Mensch sagt, ich bin gut Prototyping. Oder es gibt jemand aus dem
00:03:45: Development und der sagt, meine Stärken sind PHP. Ein weiterer Quadrant, den ihr da habt,
00:03:50: sind welche Werte bringt ihr mit und auch da gibt es wieder Post-its. Könnte sein, dass jemand da
00:03:56: sowas wie, also ich bin loyal oder Qualität ist mir wichtig, als ja Post-its schreibt. Und der
00:04:03: vierte und letzte Quadrant sind Rollen und Aktivitäten. Da vereinbart ihr eure Spielregeln,
00:04:11: sage ich mal. Also unser Daily findet immer um 9 Uhr statt. Wir kommunizieren über Slack. Und
00:04:18: dann gibt es in der Mitte noch einen besonderen Quadranten. Das ist so, was ist euer Zweck? Was
00:04:23: ist euer Purpose? Also Purpose könnte sein, wir wollen mit unserem Produkt, das wir entwickeln,
00:04:30: dass Leute mehr connected sind. Und ihr seht schon, daraus entsteht dann eben eine visuelle
00:04:38: Repräsentation. Was für ein Team seid ihr? Was sind eure Ziele? Ja, woraus besteht das Team? Was
00:04:46: sind die Teammitglieder? Das ist von der Idee her natürlich nicht schlecht. Die gibt es in
00:04:51: verschiedensten Varianten. Ich habe jetzt so eine ganz einfache hier mal kurz vorgestellt. Ihr
00:04:55: könnt euch vorstellen, dass man die sicherlich komplexer gestalten kann, dass man da mehr
00:04:59: Abschnitte hat, die man im Team bearbeitet. Wichtig ist, und dann sind wir schon beim ersten
00:05:06: Punkt, worauf muss man so achten? Ja, es nützt ja wenig, wenn man so ein Dokument erzeugt und es
00:05:12: dann in der Schublade verschwinden lässt. Die Idee muss ja sein, ihr wollt es permanent im Blick
00:05:18: haben und ihr wollt euch darauf beziehen können. Beim Entstehen und Bearbeiten, finde ich zumindest,
00:05:23: ist es wichtig, dass es nicht nur darum geht, so eine Pflicht jetzt zu erfüllen. Ja, jetzt machen
00:05:28: wir noch so ein Team Canvas. Komm, ich schreibe fünf Post-its. Sondern, dass die Leute, die
00:05:32: Teammitglieder da wirklich ein Interesse daran haben, das heißt, dass sie das auch verstehen,
00:05:36: warum machen sie das. Wie so oft, wenn man sowas von oben irgendwie vorgibt nach dem Motto, unsere
00:05:42: Kultur ist, wenn ein Team sich findet, muss ein Team Canvas erzeugt werden, wird der Nutzen
00:05:48: wahrscheinlich nicht so groß sein. Was ihr auch braucht, damit das erfolgreich ist, ihr müsst es
00:05:54: irgendwie in eure Workflows integrieren. Also, ihr wollt das erweitern, ihr wollt daran arbeiten,
00:06:01: ihr wollt Dinge korrigieren oder Veränderungen darauf reflektieren. Also, könnte es sinnvoll
00:06:06: sein zu sagen, okay, einmal im Quartal als Teil der Retro schauen wir auch auf unser Team Canvas
00:06:13: und gucken, was wir daran anpassen. Das Ganze soll halt ein Living Document sein, wie man so
00:06:19: schön sagt. Ja, das sind sicherlich ein paar Dinge, auf die ihr achten müsst. Und als nächstes
00:06:25: würde ich ganz gerne sagen, warum habe ich so dieses Gefühl gehabt von, will ich darüber eine
00:06:31: Folge machen, passt das? Und das ist natürlich ein bisschen auf unsere Situation bezogen, auf unsere
00:06:35: Teams. Also, wann passt ein Canvas nicht? Naja, eine Sache ist, wenn das Team etabliert ist,
00:06:42: wenn ihr wirklich schon länger so in dem Team zusammenarbeitet, dann im Nachgang so ein Team
00:06:48: Canvas zu erzeugen, wo eigentlich allen Teammitgliedern ja schon klar ist, welche Rollen haben wir, wie
00:06:55: sind die Leute drauf, welche Qualitäten bringen die Teammitglieder mit ins Team. Fühlt sich das
00:06:59: wahrscheinlich sehr gekünstelt an, im Nachgang dann irgendwann zu sagen, so und jetzt machen wir
00:07:04: noch ein Team Canvas. Wenn mal neue Teammitglieder dazukommen oder das Team umgewandelt wird oder sich
00:07:12: das Team stark verändert, würde ich das als eine Art Neustart sehen und dann könnte es vielleicht
00:07:16: schon wieder interessant sein. Durch dieses Thema Purpose ist es ein bisschen schwer für Teams,
00:07:23: die jetzt nicht hausintern arbeiten und vielleicht an einem Produkt arbeiten, sondern wie bei uns,
00:07:30: unsere Teams arbeiten ja für Kunden, entwickeln Software und customisieren Software für Kunden,
00:07:36: da wird es mit dem Purpose immer schwer, denn der Purpose bezieht sich dann nicht mehr so wirklich
00:07:43: auf das Produkt, sondern der Purpose, der bewegt sich rund um das, was der Kunde vorhat und auch
00:07:51: dann kann es passieren, dass sowas wie so ein Team Canvas sich nicht echt anfühlt. Was noch wichtig
00:07:59: ist, wenn ihr es nicht regelmäßig benutzt, wenn es mehr oder weniger versteckt ist, wenn ihr es in
00:08:06: eine Schublade packt, wenn es nicht permanent sichtbar ist oder wenn es nicht weiter bearbeitet
00:08:11: wird, dann hat man das einmal gemacht. Alle fragen sich, was ist eigentlich mit diesem Team Canvas,
00:08:16: wofür haben wir das denn gemacht? Viele erinnern sich vielleicht auch gar nicht mehr daran,
00:08:20: dass es das mal gab und dann wird es irgendwie zu so einem Ding eine weitere Methode, die man mal
00:08:26: gemacht hat, weil man die in der agilen Welt so macht und ja, keiner sieht den Sinn da drin. Es
00:08:32: gibt vielleicht ein paar Alternativen, über die man nachdenken kann. Also wenn ihr sagt, okay,
00:08:37: wir wollen schon auch im Bereich Team und Team Identität und wo stehen wir als Team was machen,
00:08:43: könntet ihr zum Beispiel so ein Team Health Check machen. Ich habe ja tatsächlich mal in der Folge
00:08:50: 54 über das Agile Echo gesprochen, dieses Umfragetool, was ich gebaut habe. Den Link dazu findest du
00:08:58: übrigens in den Shownotes. Nicht nur zu der Folge, sondern auch zu diesem Umfragetool, dem
00:09:06: Agilen Echo und vielleicht macht es Sinn, sich da was zu überlegen, ob da nicht ein Template dabei ist
00:09:11: für so eine Team Umfrage. Vielleicht ist die Zeit da besser investiert, regelmäßig so ein Team Health
00:09:17: Check zu machen. Eine andere Alternative, das ist das, was ich in der letzten Folge erzählt habe,
00:09:22: wäre vielleicht über ein Delegation Board nachzudenken. Diese Dinge kann ich mir ganz gut
00:09:28: vorstellen, die kann ich mir halt für uns zum Beispiel auch sehr gut vorstellen und wenn du
00:09:32: auch das Gefühl hast, Team kann was, ist nicht so, vielleicht steht da was für dich drin. Ja und das soll
00:09:38: es eigentlich auch schon gewesen sein. Wie gesagt, ich finde es ist sicherlich eine Methode, die man
00:09:45: sich angucken kann. Ich habe versucht ein bisschen zu erklären, in welchen Situationen ich denke,
00:09:49: dass sich das gut eignet. Ich habe auch versucht ein bisschen zu erklären, warum ich glaube,
00:09:55: dass es sich für uns gerade gar nicht so richtig anbietet und ich bin natürlich wie immer total
00:10:00: interessiert daran. Was hältst du davon? Nutzt ihr das? Nutzt ihr das wirklich regelmäßig? Vielleicht
00:10:07: hast du die Situation erlebt, dass gesagt wurde, wir machen das jetzt und dann ist es irgendwo in
00:10:11: der Schublade verschwunden. Ja, da interessiert mich wie immer dein Feedback. Deswegen schreib
00:10:17: mir da gerne. Wenn du Erfahrungen hast, wenn du keine Erfahrungen hast, wenn du das vielleicht
00:10:21: noch gar nicht gekannt hast, bin ich super interessiert an dem Feedback. Ansonsten habe
00:10:26: ich noch eine ganz große Bitte. Wenn dir der Podcast hier gefällt, wenn dir die Folge hier
00:10:30: gefallen, vielleicht sogar geholfen hat, dann teile das gerne. Teile das mit deinen Kolleginnen und
00:10:34: Kollegen. Teile es auf deinen Social Media Kanälen. Je mehr Leute von dem Podcast erfahren,
00:10:39: desto größer wird die Diskussion. Je mehr Leute neben mir teilen, desto mehr Feedback bekomme ich.
00:10:44: Das kann ich wieder neue Folgen einfließen lassen. Das kommt dann auch dir wieder zugute. Ja,
00:10:48: da sage ich vielen Dank dafür. Ansonsten sage ich, habe noch eine ganz tolle Woche und bis zum
00:10:54: nächsten Mal bei No Bullshit Agile.
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