NBA68: Elastic Leadership: Flexibel führen in jeder Teamphase
Shownotes
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Sticker!
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NBA67: Agiles Arbeiten unabhängig von agilen Methoden
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Roy Osherove's "Elastic Leadership: Growing Self-Organizing Teams"
- https://www.amazon.de/Elastic-Leadership-Roy-Osherove/dp/1617293083/
NBA62: Agil ≠ führungslos – Selbstorganisation mit gesundem Menschenverstand
- https://no-bullshit-agile.de/nba62-agil-team-selbstorganisation.html
NBA63: Delegation Poker und Delegation Board
- https://no-bullshit-agile.de/nba63-delegation-poker-und-delegation-board.html
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei No Bullshit Agile. Mein Name ist Thomas. Jede Woche spreche
00:00:07: ich hier kurz und knapp über Themen rund um agiles Arbeiten. In der letzten Folge habe
00:00:11: ich erklärt, warum agiles Arbeiten nicht von festen Methoden wie Scrum oder Kanban abhängt.
00:00:16: Wenn dich das interessiert, hör da gerne mal rein. Den Link zu der Folge sowie alle weiteren Links,
00:00:21: die ich hier erwähne, findest du in den Shownotes. Heute in Folge 68 geht es darum,
00:00:26: wie du zum Beispiel als Scrum Master oder Teamlead oder wenn du in anderen führenden
00:00:30: Positionen bist, deinen Führungsstil flexibel an den Reifegrad deines Teams anpassen kannst.
00:00:36: Als Vorlage dient mir hier das fantastische Buch Elastic Leadership Growing Safe Organized Teams.
00:00:42: Das habe ich mal vor ein paar Jahren gelesen. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. Ich
00:00:47: gehe in der Folge auch tatsächlich darauf ein, warum ich das gelesen habe. Bevor wir da einsteigen,
00:00:53: habe ich tatsächlich im Housekeeping noch zwei Hinweise. Ich hatte in der letzten Folge und
00:00:58: tatsächlich auch in der Umfrage mal gefragt, ob ihr das eher als störend empfindet, wenn ich hier
00:01:04: innerhalb der Folgen auf alte Folgen hinweise. Ich hatte das Gefühl bzw. hatte ein bisschen die Angst,
00:01:09: dass ihr denkt, das ist aber irgendwie die ganze Zeit nur Werbung für irgendwelche anderen Folgen.
00:01:15: Aber das Feedback, was ich bekommen habe, war nur positiv. Da freue ich mich drüber. Insofern werde
00:01:22: ich die Referenzen hier drin lassen. Ich werde jetzt nicht alles referenzieren, aber immer mal,
00:01:27: wenn ich denke, da gibt es eine Folge, die ist ein bisschen weitergehend zu dem Thema,
00:01:31: was ich in der aktuellen Folge anspreche, dann werde ich gerne darauf hinweisen. Das zweite Thema
00:01:37: im Housekeeping sind Sticker. Wenn du willst, kannst du kostenlos von mir einen Sticker,
00:01:42: also nur Bullshit Agile Sticker logischerweise, haben für Laptop, Wasserflasche oder wo auch
00:01:47: immer du Sticker hinklebst. Ich wollte für mich gerne welche haben. Da sind jetzt ein paar mehr
00:01:52: dann in der Produktion entstanden und deswegen würde ich die gerne verschenken, an euch verteilen.
00:01:57: Du musst dafür nichts tun, außer mir deine Adresse schicken, also deine Postadresse,
00:02:02: damit ich es dir zuschicken kann und dann schicke ich dir gerne Sticker zu. Dann würde ich sagen,
00:02:07: wir steigen mal in das Thema ein. Elastic Leadership, was soll das heißen? In dem Buch
00:02:14: wird vom Autor drei Führungsstile unterschieden. Also es gibt den Stil, wo man eher kommandiert,
00:02:22: Commanding nennt er das. Das ist dann eben so ein direktiver Stil. Es gibt Coaching,
00:02:29: Coachinger Stil und Supporting, das ist eben so ein unterstützender Stil. Und je nachdem,
00:02:35: in welcher Phase dein Team gerade ist, solltest du tatsächlich auch deinen Stil ändern. Wenn du
00:02:43: irgendwo in einer führenden Rolle bist. Und zwar gibt es da die verschiedenen Teamphasen Survival,
00:02:53: das Team ist in der Überlebensphase, Learning, das Team hat jetzt Zeit, was zu lernen und
00:03:00: Selbstorganisation. Und je nach Teamphase empfiehlt er unterschiedliche Führungsmodi oder Führungsstile.
00:03:09: Die Kernidee dahinter ist, jedes Teamstadium erfordert eben eine andere Art von Leadership.
00:03:16: Und das spielt jetzt ganz schön mit der Folge 62 zusammen. Da ging es ja um selbstorganisierte
00:03:22: Teams. Sprich, da ist eigentlich ein ganz guter Schulterschluss. Ich habe mich tatsächlich vor
00:03:28: einiger Zeit mit dem Thema beschäftigt und bin dann über dieses Buch gestolpert und habe das
00:03:31: Buch gelesen, fast verschlungen, muss ich sagen. Denn, und das ist mir dann heute bewusst oder nach
00:03:39: dem Lesen von dem Buch, wir waren als Team tatsächlich in diesem Überlebensmodus aus
00:03:45: diversesten Gründen. Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, naja, ich möchte das Team gern
00:03:50: unterstützen, aber ich will eigentlich nicht alle Entscheidungen für das Team treffen. Da sind wir
00:03:56: wieder bei dem Thema Selbstorganisation und dafür Raum lassen. Und ja, durch das Buch war mir klar,
00:04:02: eigentlich ist das auch ziemlich logisch, aber manchmal hilft ja so ein äußerer Anstoß,
00:04:07: dass es halt schon gut sein kann, dass ein Team in unterschiedlichen Phasen ist und dass man seinen
00:04:12: Führungsstil auch entsprechend ruhig anpasst. Und gerade in dieser Survival-Phase ist es, glaube ich,
00:04:19: tatsächlich gut und richtig, das Team handlungsfähig zu halten und eben mehr auch zu tun fürs Team
00:04:26: und Entscheidungen zu übernehmen. Wir gucken uns die Phasen gleich nochmal in Ruhe an. Und ansonsten
00:04:33: könnte das, und das ist jetzt meine Interpretation aus dem Buch, wenn man das Team in so einer
00:04:39: Survival-Phase alleine lässt, ja auch als, ja, ich sag mal eben, alleine lassen, aufgefasst werden,
00:04:46: du lässt uns hier im Stich, aber das ist doch deine Aufgabe jetzt zu führen. Das habe ich ja
00:04:52: damals nicht so richtig verstanden bzw. ich war eben sehr unsicher, ob ich dann was Falsches tue,
00:04:58: wenn ich jetzt was übernehme. Genau, lasst uns einfach mal in die Phasen reingucken und wir
00:05:03: schauen uns mal zuerst diesen Commanding-Modus in der Survival-Phase an. Wir müssen uns die
00:05:10: Situation vorstellen, also das Team steckt jetzt wirklich in diesem Survival-Modus, das kann man
00:05:16: vielleicht erkennen, dass ständig eigentlich nur noch Feuer gelöscht werden müssen. Es prasseln
00:05:23: vielleicht andauernd neue Anforderungen rein und es ist überhaupt keine Zeit mehr zum Lernen. Es
00:05:28: entsteht dann irgendwie Chaos, Leute sind überlastet, man hetzt eigentlich nur noch von
00:05:34: Deadline zu Deadline. Wir reagieren nur noch, wir agieren gar nicht mehr. Und ja, er nennt das dann
00:05:41: Überlebensphase. Finde ich eigentlich auch ganz passend, auch wenn es natürlich überspitzt ist.
00:05:45: Und das Team kämpft jetzt, ich weiß, das ist ein bisschen sehr dramatisch, aber das Team kämpft
00:05:53: jetzt so ums Überleben und führt das Projekt, dass das Projekt irgendwie weiterkommt. In so einer
00:06:00: Phase ist es halt tatsächlich gut und richtig als Führung in verschiedensten Rollen. Wie gesagt,
00:06:07: ich finde, ein Scrum Master kann da auch was von mitnehmen, ein agiler Coach kann was von mitnehmen,
00:06:12: wenn du sowas wie ein Teamlead bist oder ja irgendwie eine führende Rolle hast, ist das
00:06:16: alles was für dich. Ja, in dieser Phase kann der Führungsstil halt anders aussehen als sonst. Also
00:06:22: es ist eben direktives Führen gefragt. Man trifft dann klare Entscheidungen, es gibt eindeutige
00:06:30: Anweisungen, man setzt kurzfristig Prioritäten, damit das Team eben handlungsfähig bleibt. Es
00:06:36: geht vor allem darum, so schnell wie möglich mit dem Team aus dieser Phase wieder rauszukommen.
00:06:43: Und da ist eben eine klare Ansage sehr hilfreich und wie gesagt, wird auch als Hilfe verstanden,
00:06:50: zumindest kann ich das so sagen. In dieser Phase ist es jetzt wichtig, auch wenn es super schwer
00:06:57: fällt, Freiräume zu schaffen. Freiräume deswegen, damit das Team aus diesem Dauerdruck rauskommt
00:07:04: und in einen Reflektionsmodus kommt. Raus kommt man aus diesem Überlebensmodus eben nur gemeinsam
00:07:13: und das schafft ihr, indem ihr Stück für Stück Überlastung abbaut. Also vielleicht könnt ihr
00:07:19: mit dem Kunden zum Beispiel vereinbaren, dass ihr sagt, okay, das und das liefern wir. Wir
00:07:24: haben verstanden, das ist für dich sehr wichtig und dann müssen wir gucken, dass wir ja, ich
00:07:29: sag mal, die Anforderungen besser einplanen, sodass wir in einen normalen Rhythmus kommen.
00:07:32: Vielleicht setzt ihr auch bewusst einfach nach dem Daily gibt es immer eine halbe Stunde noch
00:07:39: zusätzlich zur Reflektion, was können wir jetzt tun, was sind unsere nächsten Schritte. Ihr wollt
00:07:44: nämlich so schnell wie möglich aus dieser Phase raus. Ihr wollt in die nächste Phase kommen,
00:07:50: diese Learningphase und ihr kommt nur in die Learningphase, wenn die Gründe dafür, dass ihr
00:07:56: jetzt in dieser Überlebensphase seid, Stück für Stück beseitigt werden. Das tut unheimlich weh,
00:08:02: auch nur eine halbe Stunde jeden Tag jetzt irgendwie auch noch in so einer Stressphase
00:08:06: sich aus dem Bein zu schneiden, damit ihr mit dem Team wieder einen Schritt weiter kommt. Es
00:08:12: lohnt sich aber und ehrlich gesagt, es ist auch nur der einzige Weg, der möglich ist. Je länger
00:08:17: ihr in so einer Stressphase seid, desto schlimmer wird es nur. Irgendwann kommt ihr da so gut wie
00:08:22: gar nicht mehr raus. Als Tipp habe ich hier tatsächlich noch, ihr solltet dann gerade in
00:08:28: so einer Phase immer ganz offen kommunizieren, also mit euren Kunden oder mit dem Management,
00:08:33: je nachdem ob ihr interne oder externe Projekte habt, ganz klar kommunizieren, wo ihr steht,
00:08:39: warum es Probleme gibt, dass ihr jetzt auch Maßnahmen ergreift, um wieder in einen normalen
00:08:46: Modus zu kommen und in einer normalen Geschwindigkeit und in einer normalen Qualität
00:08:50: wieder zu liefern. Ja und das ist diese Survivalphase, in der ihr eher in so einem Commanding
00:08:57: Modus als Führungskraft seid. Wenn ihr es dann geschafft habt, ich sag mal ein Stückchen den
00:09:03: Kopf übers Wasser zu kriegen und ihr wieder in einer entspannteren Situation seid, dann kommt
00:09:09: ihr tatsächlich in diese Learningphase und ihr als Führungskraft solltet dann euren Modus auch
00:09:16: wechseln, nämlich hin oder zurück zu einem Coaching Modus. Hier geht es darum, dass ihr dem Team helft,
00:09:25: Entscheidungen zu treffen. Jetzt hat das Team wieder die Kapazität, selber zu analysieren,
00:09:31: was sind Probleme, wo hakt es vielleicht im Flow und ihr könnt dem Team dann die Zeit geben,
00:09:39: selber zu gucken, was ist eine gute Lösung für das erkannte Problem. Ihr seid dann noch nicht
00:09:44: in voll selbstorganisierten Teams und deswegen ist dieser Coaching Modus von euch auch so relevant.
00:09:52: Ihr solltet hier unterstützen, ihr solltet zum Beispiel entscheidende Fragen stellen,
00:09:58: ihr solltet ermutigen, im Zweifelsfall auch Tipps geben, was eine gute Entscheidung sein kann. Hier
00:10:04: ein kleiner Hinweis nochmal auf die Folge NBA 62, da habe ich ja Delegation Poker vorgestellt,
00:10:11: denn Delegation Poker kann ihr unheimlich viel helfen, dass ihr auch mal reflektiert,
00:10:16: was denkt denn das Team oder die einzelnen Teammitglieder zu bestimmten Topics, wer die
00:10:23: Entscheidung hier treffen soll. Das hilft auf dem Weg zu gucken, dass das Team ein Stück wieder mehr
00:10:29: selbstständig wird. Du als jemand aus einer führenden Rolle, aus einer coachenden Rolle,
00:10:35: hilfst jetzt dem Team die nötigen Kompetenzen aufzubauen, vielleicht auch Selbstvertrauen wieder
00:10:42: zurückzugewinnen und für mich in so einer Phase ist es dann wichtig, Stück für Stück mich wieder
00:10:49: zurückzuziehen. Ich habe jetzt eine Zeit lang geführt im engeren Sinne und jetzt ist es für
00:10:57: mich wichtig, Stück für Stück wieder loszulassen. Zum Beispiel finde ich es in so einer Phase wichtig,
00:11:04: wenn ihr im Meeting mit dem Team sitzt und eine Entscheidung getroffen werden soll,
00:11:08: da jetzt immer stiller zu werden, auch ruhig die Stille mal auszuhalten, damit der Freiraum,
00:11:14: der dann entsteht, vom Team auch überhaupt wieder genutzt werden kann. Wir lernen jetzt wieder,
00:11:19: wie geht Selbstständigkeit. Ein, zwei Tipps vielleicht noch, ihr braucht dann jetzt ein
00:11:24: lernfreundlicheres Umfeld. Also der Anteil der Zeit, wo das Team die Möglichkeit hat,
00:11:29: zu reflektieren und zu lernen, der sollte jetzt wieder auf ein normaleres Niveau kommen. Ihr
00:11:34: unterstützt jetzt das Team, dass es genau diese Möglichkeiten auch nutzt. Ihr seht euch eher als
00:11:41: ein Mentor und ein Unterstützer und das Team hat einen Raum, in dem es sich entwickeln kann. Ja,
00:11:46: und wenn ihr dann, sage ich mal, zurück seid oder sowieso wieder in einem normalen Modus seid,
00:11:52: also das Team ist jetzt in so einer Selbstorganisationsphase, dann wechselt ihr
00:11:57: nochmal einen Schritt euren Führungsstil und zwar geht ihr in so einen Supporting-Modus. Also
00:12:04: das Team ist jetzt wieder selbstorganisiert, es hat die Möglichkeiten, sich selbst zu organisieren,
00:12:10: immer unter den Bedingungen, die ich mal zur Selbstorganisation in der anderen Folge auch
00:12:16: erwähnt habe und das Team arbeitet eigenständig. Ihr nehmt euch zurück und ja, wie gesagt,
00:12:22: ihr unterstützt das Team halt nur noch. Ihr habt das volle Vertrauen dem Team gegeben,
00:12:27: ihr glaubt auch daran, das Team fragt euch vielleicht nach Rat, soll es ja auch gerne,
00:12:32: es gibt vielleicht weiterhin Punkte, wo das Team für sich auch entscheidet. Ihr trefft vielleicht
00:12:36: eine Entscheidung, aber schlussendlich seid ihr jetzt Facilitator des Teams. Ihr greift dann nur
00:12:43: noch ein, wenn es wirklich notwendig ist. Also vielleicht, wenn ihr erkennt, oh, es könnte
00:12:48: passieren, dass wir vielleicht wieder in so einen Überlebensmodus kommen, dass ihr dann sagt,
00:12:53: erinnert euch an euer Learning und lasst uns bitte Folgendes versuchen. In so einer Phase und das ist
00:12:59: mein bestes Beispiel hier aus der Praxis, ist es dann wirklich so, dass das Team, ja, ich sag mal,
00:13:06: auch die Zeit hat und damit kommt einfach auch viel raus, ja, seine Prozesse zum Beispiel selbst
00:13:12: zu gestalten. Also bei uns, wir hatten halt einen ziemlich krassen Umbau von unserem Board,
00:13:17: die jetzt einfach viel, viel besser unseren Flow repräsentieren und das ist entstanden,
00:13:23: weil das Team die Möglichkeit hatte, da frei zu gestalten. Und a, war die Idee einfach aus
00:13:29: dem Team sehr, sehr gut und b, habe ich den Leuten auch, ja, den Freiraum gegeben, es zu tun und das
00:13:35: hat sich halt richtig gelohnt für uns. Das Board ist einfach viel, viel besser, es bildet einfach
00:13:40: viel, viel besser unseren Flow ab. Das liegt eben daran, dass es jetzt aus dem Team kam und da halt
00:13:46: die Dev-Sicht drin ist, die, die ich aus meiner Rolle heraus halt gar nicht habe. Deswegen Praxistipp
00:13:54: hier wäre wirklich aus der Rolle, die ihr dann habt, dieser Unterstützungsrolle, helft dem Team
00:14:00: regelmäßig auch zu reflektieren, helft dem Team zu schauen, gibt es noch irgendwo Potenzial,
00:14:05: unseren Flow zu verbessern. Führe so wenig wie möglich und so viel wie nötig, habe ich mir ja
00:14:11: noch notiert. Das ist natürlich, ja, ich sage mal, insgesamt schon eine Challenge, das ist aber
00:14:16: machbar und der Outcome daraus ist einfach, ja, wirklich sehr, sehr groß. Ja, das sind die drei
00:14:23: Phasen und damit verbunden die drei Führungsstile. Zusammenfassend kann ich sagen, das Führen im
00:14:29: agilen Kontext bedeutet, den Stil, wie ihr führt, an die Situation anzupassen. Dazu müsst ihr natürlich
00:14:37: die Situation erkennen können und ja, das bedeutet eben, ihr müsst wissen, was läuft bei euch ab,
00:14:44: was ist der Hintergrund, wie verhält sich das Team und warum verhält es sich so. Wichtig ist mir noch,
00:14:49: wie so oft, dieses Modell in dem Buch ist eben nur ein Modell. Da sind ganz klare drei Führungsstile,
00:14:58: ganz klar zu drei Phasen zugeordnet, in denen ein Team sein kann. Das ist in der Praxis natürlich
00:15:06: alles nicht so trennscharf. Da gibt es ja Graustufen einfach und das macht es natürlich total schwer,
00:15:13: das zu erkennen, aber dieses Modell hilft, hat mir zumindest geholfen, so Kategorien zu bilden und zu
00:15:21: überlegen, wo sind wir denn wohl gerade und was bedeutet das für meinen Führungsstil. Und deswegen,
00:15:26: Modelle haben immer Schwächen, aber das heißt für mich zumindest noch lange nicht, ich lehne
00:15:31: jegliches Modell ab, sondern wenn man das im Hinterkopf hat, dass es ein Modell ist, kann man
00:15:36: meiner Meinung nach sehr viel rausholen und ich finde hier in diesem Modell einfach ist auch sehr
00:15:41: schön, dass es so ganz klare drei Stufen und drei Führungsstile gibt und drei Phasen, in denen ein
00:15:49: Team sein kann und die sind in dem Modell einfach sehr klar abgegrenzt und das macht das Modell
00:15:54: wirklich sehr schön anfassbar. Großen Tipp habe ich für euch noch, solltet ihr in diesem Commanding
00:16:01: Modus sein, weil euer Team in diesem Überlebensmodus ist, dann lasst so früh wie möglich wieder los,
00:16:08: ihr wollt so kurz es geht in dieser Phase sein. Wenn ihr ein halbes Jahr in so einem Commanding
00:16:14: Modus seid, dann wird es unheimlich schwer für euch da wieder rauszukommen. Es kommt dann so eine
00:16:20: Routine rein, das Team gewöhnt sich auch da dran und sagt sich, na gut, es wird ja alles oben
00:16:25: entschieden, das kann dann positiv oder negativ empfunden werden. Versucht so schnell wie möglich
00:16:31: da raus zu gehen, auch wenn das noch mal mehr wehtut, weil ihr dem Team auf einmal in so einer
00:16:37: Phase auch noch Zeit geben müsst, sich damit zu beschäftigen, aber ihr wollt wirklich nicht lange
00:16:41: in dieser Überlebensphase sein. Und damit sind wir dann für heute auch schon wieder durch. Für mich
00:16:48: wäre es wie immer interessant, wie seht ihr das? Habt ihr da Erfahrungen? Ich freue mich immer über
00:16:53: Feedback, ihr erreicht mich auf allen möglichen Kanälen, alle Kanäle findet ihr auch in den
00:17:00: Shownotes und ansonsten habe ich wie immer eine ganz große Bitte, wenn dir die Folge hier gefallen
00:17:05: hat, wenn sie dir vielleicht sogar geholfen hat, dann teil die gerne mit deinen Kolleginnen und
00:17:11: Kollegen und natürlich auch auf Social Media. Je mehr Leute hier von dem Podcast erfahren,
00:17:15: desto größer wird die Diskussion und desto mehr Leute beteiligen sich. Das kann ich alles wieder
00:17:21: aufnehmen und in neue Folgen einfließen lassen und ja, wenn es gut läuft, kommt dir das ja auch
00:17:26: zugute. Ansonsten sage ich, habt noch eine ganz tolle Woche und bis zur nächsten Folge bei No
00:17:31: Bullshit Agile.
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